Brauerei & Bier

Mit moderner Brautechnik, Erfahrung und Leidenschaft brauen wir seit 1848 als Familienbetrieb ein individuelles Bier mit Charakter.

Wir bieten klassisches Landbier Original, bärenstarker Bock, unfiltriert-naturbelassenes Weizen oder hopfig-modernes Helles. Außerdem füllen wir Fassbier in den gängigen Größen ab.

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Wir geben euch einen Blick hinter die Kulissen fränkischer Brauereien und stellen euch ab sofort regelmäßig die Macher am Sudkessel vor. Wir starten mit der oberfränkischen Brauerei Schroll und haben uns mit Braumeister Georg Schroll zum Interview verabredet.

Wilde Felsmassive, geheimnisvolle Höhlen, mächtige Burgen, liebliche Täler und die höchste Brauerei-Dichte der Welt sind nur einige Gründe, warum die Fränkische Schweiz so beliebt ist. Die Brauerei Schroll liegt in diesem Gebiet sehr zentral, ja auch vor der Brauereitüre lassen sich einige schöne Felsmassive bestaunen. Jedoch wird der Blick auf die schöne Landschaft schnell abgelenkt, wenn man das schöne und urige Brauereigelände von Schroll Bräu sieht. Ein herrlicher Duft steigt in die Nase. Ist es der herrlich süßliche Geruch aus der Brauerei oder der Duft nach fränkisch, echter Hausmannskost, der aus dem Gastraum des Brauereigasthofes kommt? Braumeister Georg Schroll braut in seiner fränkischen Kleinbrauerei, natürlich nicht in erster Generation, herrlich süffiges Bier mit handwerklicher Leidenschaft. Ja das wird bei der Brauerei Schroll so gemacht und zwar seit mittlerweile weit mehr als 100 Jahren. Die Erfahrung und Leidenschaft wird perfekt ergänzt durch mittlerweile modern gewordene Brautechnik. So entstehen klassisches Landbier, unfiltriert-naturbelassenes Weizen und ein hopfig, modernen Helles, sowie ein saisonaler und bärenstarker Bock! Übrigens: Die Nankendorfer Biere kann man (fast) nur in der Brauerei und der Brauereigaststätte kaufen.

Braumeister Georg Schroll im Interview

Wie bist Du zum Brauen gekommen und wie lange braust Du schon?
Die Brauerei Schroll ist seit 1848 fest in Familienhand – ich bin mit dem Brauen quasi aufgewachsen. 1986 habe ich meine Lehre bei meinem Vater begonnen, 1988 den Betrieb übernommen. Seitdem bin ich alleiniger Inhaber und Geschäftsführer. Natürlich habe ich Unterstützung – auch von meiner Familie.

Wie viele Biersorten werden bei Euch gebraut und warum gerade diese?
Aktuell brauen wir insgesamt fünf Biersorten. Unser erstes Bier war ein Landbier, mit einer rötlichen Farbe. Da in Franken die meisten Biere farblich eher halbdunkel sind, war unser Landbier schon immer etwas ganz Besonderes. 1996 haben wir Bockbier ins Sortiment aufgenommen, 2001 ein Helles, 2015 Weizenbier sowie ein naturtrübes Pils.

Was macht für Dich ein richtig gutes Bier aus?
Bier, das kalt vergoren ist, eine lange Lagerzeit hatte und vor dem Abfüllen nicht pasteurisiert wurde schmeckt mir besonders gut.

Was reizt Dich am Bierbrauen? Warum liebst Du dieses Handwerk?
Wenn man so wie ich „mit Bier“ groß geworden ist, das Brauhandwerk bereits als Kind kennenlernen durfte und selbst gern mal ein Seidla trinkt, kann man das Handwerk nur lieben. Besonders reizt mich an diesem Beruf, dass man kreativ arbeiten kann. Von Technik bis zur Herstellung – kann man unheimlich viel experimentieren und dem Bier auch einen individuellen Charakter verleihen.

Seit 1848 wird bei Euch gebraut. Welche Traditionen und Werte sind Dir wichtig zu erhalten, welche neuen kommen für Dich hinzu?
Erhalten möchte ich in jedem Fall die traditionelle Herstellung, also das Brauhandwerk. Ein wichtiges Anliegen ist mir aber auch der direkte Kontakt und Austausch mit den Kunden. Auf der anderen Seite hat sich in unserem Leben eine Schnelllebigkeit entwickelt, die viele neue Anforderungen mit sich bringt. Wie diese alle einzuschätzen sind und welche neuen Werte am Ende bleiben – ich weiß es aktuell nicht.

Wo liegen für Dich aktuell die größten Herausforderungen?
In der Qualitätssicherung und Vermarktung und: im neuen Konsumverhalten.

Welche Tätigkeit macht Dir in der Brauerei besonders viel Spaß?
Eine Lieblingsbeschäftigung habe ich in der Brauerei nicht. Ich liebe meinen Beruf, mit allem, was dazu gehört.

Wird bei Euch ausgebildet? Und was muss ein Bierbrauer von morgen mitbringen?
Voraussetzung für einen Ausbildungsbetrieb ist, dass im Unternehmen ein Meister sowie ein Geselle tätig sind. Diese erfüllen wir nicht und zählen folglich nicht zu den Ausbildungsbetrieben im Brauhandwerk. Nichts desto trotz: Wer Brauer*in werden will, sollte Ausdauer mitbringen.

Zu guter Letzt: Dein Lieblingsbier/Lieblingsbierstil und welches Gericht schmeckt Dir dazu am besten?
Bier muss mir einfach gut schmecken. Da spielen Sorte oder Stil so gut wie keine Rolle. Mein Lieblingsgericht? Als echter Franke darf zum Bier das Schäuferla nicht fehlen.

Quelle: hier-gibts-bier.de/de/brauerei-schroll